Der Tian’anmen-Platz, auch Platz des himmlischen Friedens genannt

Platz des Himmlischen Friedens - Bejing

Der Platz des himmlischen Friedens befindet sich im nie schlafenden Zentrum Pekings, der Hauptstadt der Volksrepublik China.

Er wird als der größte öffentliche Platz der Welt bezeichnet, was bei seiner Fläche von etwa 40 Hektar durchaus der Wahrheit entsprechen kann. Viele Besucher sind hier Jahr für Jahr beeindruckt.
Der Tian’anmen-Platz besteht in dieser Größe, im Gegensatz zu den Palästen, Tempeln, Denkmälern und Hallen aus den Dynastien der Kaiser noch nicht allzu lange, sondern wurde erst nach Machtübernahme der Kommunisten ausgebaut.

Vor 1911 konnte der Platz weder von den einfachen Bürgern der Stadt noch von Touristen besucht werden.

Der Platz des Himmlischen Friedens ist eine der großen Touristenattraktionen der Stadt Peking, kann doch dort nicht nur die Große Halle des Volkes (hierbei handelt es sich um den Sitz der chinesischen Nationalversammlung) besichtigt werden, sondern auch das Grab und der mumifizierte Leichnam des früheren Kommunistenführers Mao Zedong in einem imposanten Mausoleum sowie ein Denkmal für die Helden des Volkes.

Meist dient der Tiananmen-Platz jedoch als Schauplatz großer Feierlichkeiten und Kundgebungen, finden dort doch bis zu einer Million Menschen Platz.
Der Platz des Himmlischen Friedens war allerdings auch häufig Veranstaltungsort für friedliche Demonstrationen, wobei er seinem Namen dabei häufig nicht gerecht wurde. So fand 1919 eine Demonstration von 3000 Studenten gegen den Versailler Vertrag statt.

Auch der Tiananmen-Zwischenfall am 04. April 1976 ist zu nennen, an dem eine friedliche Demonstration gewaltsam von Polizei und Armee aufgelöst wurde.

Den dunkelsten Punkt in der Geschichte des Platzes des Himmlischen Friedens bildet allerdings das Tiananmen-Massaker 1989, an dem 3000 friedliche Demonstranten von Polizei und Militär getötet wurden.

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